Vorneweg, Sie kennen mich nicht. Ich Sie auch nicht und möglicherweise habe ich Ihren Namen auch falsch geschrieben. Ich habe Ihre alte Mobilfunknummer bekommen. Die Sparkasse ruft öfter an. Offensichtlich haben die Ihre neue Nummer nicht. Ich weiß, dass Sie vermutlich in NRW wohnen, zumindest befindet sich die Sparkasse in Dortmund. Die Mitarbeiter sind sehr nett. Ich bremse immer den Erzählfluss und sage, dass ich nicht Sie bin. Dann geht’s.
Bei Ihren anderen Bekannten ist das nicht so einfach. „Es ist jetzt alles verladen. Melde Vollzug!“ Herr Dellweg – Sind Sie beim Bund? Oder eher so Handwerker mit stark formaler Ansprache? Oder ist das so ein geheimer Prepper-Club – das wär‘ blöd.

Ich google nicht

Ich recherchiere nichts. Die Mobilfunknummer gehört jetzt zu einem Diensttelefon. Wer unbekannt später als 18.00 Uhr anruft, der wird ignoriert. WhatsApp darf auch nicht installiert werden (Sie wissen schon: Datenschutz). Und ehrlich Ihre WhatsApp-Nachrichten, also die möchte ich wahrscheinlich schon rein quantitativ nicht haben.

Herr Dellweg, ich muss jetzt Schluss machen. Habe noch zu tun. Tschö mit ö, Tschau mit au.

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Handy-Codes: Diese sollten Sie kennen!

Ich bin schon wieder über zwei Artikel gestolpert. Der Eine ist aus der Berliner Zeitung und beschreibt mögliche Probleme der Berliner Polizei bei der korrekten Ansprache von Personen. Der Zweite ist aus der Neuen Züricher Zeitung. Es bemängelt, dass bestimmte Formulierungen verboten werden und Text damit zur inhaltsleeren Phrase verkommt. Im Text der Berliner Zeitung heißt es: „Fragen Sie im Zweifel nach, nutzen Sie Selbstbezeichnungen Betroffener, reflektieren Sie Ihren eigenen Sprachgebrauch“ (zitiert aus der Handlungsanweisung der Berliner Polizei). Also der Fussballfan wird dann mit: „Oi, Mate“ angesprochen? Auch der Obdachlose, der seinem Kumpel mitteilt, er wäre schon ein armes Schwein. Möchte sicher nicht so angesprochen werden. Randell Kennedy hat in seinem Buch „nigger – The Strange Carrier of a Troublesome Word“ bereits darauf hingewiesen, dass einige Bezeichnungen in einer Peergroup okay sind [Nachtrag: Siehe dazu u.a S. 35 und S.41], für Fremde jedoch nicht. Von der Nutzung der Selbstbezeichnung ist abzusehen.

Der Artikel der NZZ startet mit einer Betrachtung des Gebrauchs von Anführungszeichen (Gänsefüsschen, allg. als Auszeichnung des Textes betrachtet). Er kommt zu dem Schluß: „Wörter, die in Anführungszeichen auftreten, deuten darauf hin, dass sie in einem uneigentlichen Sinn verwendet werden. Das Gesagte ist nicht das Gemeinte, man geht auf Distanz zur wörtlichen Bedeutung oder gibt zu erkennen, dass dahinter noch etwas anderes stecke. Was genau, ist selten restlos klar. Wenn Begriffe im übertragenen Sinn verwendet werden, bleibt ihre Bedeutung in der Unschärfe“

Das kaputte Schweizer Armeemesser

Haben Sie schon einmal versucht eine Schraube mit einem Schweizer Armeemesser einzudrehen (oder zu lösen)? Es gibt ja einige Modelle mit mehreren Schraubendrehern. Eine Schraube geht vielleicht noch, aber spätestens nach der Zweiten, wird es echt mühsam. Man kann nicht richtig zupacken, rutscht ab, quetscht oder verletzt sich. Alles in allem nicht schön. Man(-n) oder auch Frau möchte einen richtigen Schraubendreher, am besten mit Akku.

Und genau so kommt mir zu Zeit die deutsche Sprache vor. Wir wollen möglichst viele Funktionen hineintun (Geschlechtergerechtigkeit, Antirassismus, …) und vergessen dabei den eigentlichen Zweck. Besser gesagt einen Hauptzweck. Wir müssen mit unserer Sprache kommunizieren. Das heißt verstanden werden. Sie nutzen können. Und das muss leicht gehen, sonst macht das keiner. Am Ende des Artikels der BZ heißt es: „Per Lautsprecher richtete sich die Polizei „an die ehemaligen Versammlungsteilnehmenden“. Die wollten oder konnten die Polizei nicht verstehen.“

Sprache als Waffe

Die NZZ geht sogar noch weiter: „Im einen Fall wird Sprache zur Waffe überhöht, die ihren Benutzern eine gefährliche Macht verleiht und deswegen nur mit äusserster Vorsicht zu gebrauchen ist.“ Es geht hier um die Bedeutungshoheit über Wörter. Wer diese Bedeutungshoheit besitzt, der darf auch definieren was erlaubt ist und was nicht. Welche Wörter erlaubt sind und welche nicht. Und der Gebrauch von verbotenen Wörter führt natürlich sofort zum Ausschluss aus Gemeinschaft, inklusive Sprechverbot.

Grundgesetz §3

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. (Hervorhebungen von mir.)

Einige Themen kann man ja nicht oft genug hören. Richtig mit google suchen, die ganze Power ausschöpfen. Gefühlt einhundert Mal gehört, dann ist auf der Website der Zeit eben die einhundertunderste Erklärung.

Peter Eisenberg zum Thema Gendern:

Weitere Quellen:

K-Means Clustering an Explorable Explainer

Dessen Entwickler war dann auch dafür verantwortlich, dass es erstmals eine Sicherheitsabfrage gab. Er hatte zuvor versehentlich, statt mit „dir .“ alle Dateien aufzulisten, durch Eingabe von „del .“ alles gelöscht. Kildall änderte den Befehl zu „era“ und gab der Nutzerschaft mit „Are You Sure (Y/N)?“ etwas Bedenkzeit.

Hammer Story – über Gary Kildall, den Mann, der das PC-Betriebssystem erfand.

Und noch etwas Arbeit: Kanban für Einsteiger oder Kanban ist mehr als nur ein Bord und auch der Rest der Vorträge der Konferenz Agile Verwaltung scheint einigermaßen interessant.

Zwei Links zu phantastischen Stories:

  1. Frau Wittmann hat wieder etwas im Internet ausgegraben: Bundesservice Telekommunikation — wie ich versehentlich eine Tarnbehörde in der Bundesverwaltung fand.
  2. Und die Bussard-Kollektoren aus Star Trek funktionieren wohl doch nicht so einfach.

https://data-science-blog.com/blog/2018/10/09/ii-einfuhrung-in-tensorflow-grundverstandnis-fur-tensorflow/

https://hackernoon.com/10-basic-tips-on-working-fast-in-unix-or-linux-terminal-5746ae42d277